Elektriker finden: Drei Hebel, die im Mittelstand heute noch funktionieren

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Kurz beantwortet: Elektriker gewinnen Sie heute über drei Hebel. Verstehen Sie zuerst genau, wie die Zielgruppe tickt. Erreichen Sie diese Menschen dann dauerhaft auf den Kanälen, die sie privat nutzen. Überzeugen Sie sie schließlich mit Kultur, Haltung und Planbarkeit statt mit Benefit-Listen. Dafür brauchen Sie weder absurde Gehälter noch Konzern-Benefits.
Warum funktionieren klassische Stellenanzeigen für Elektriker nicht mehr?
Die Nachfrage nach Elektrikern ist riesig. Auf Stellenanzeigen kommt trotzdem kaum eine Reaktion. Der Grund: Elektriker suchen nicht aktiv auf Jobbörsen. Die meisten sind fest angestellt. Viele sind aber frustriert genug, um für Alternativen offen zu sein.
Hinzu kommt: Elektriker gehören zu den meistgesuchten Berufen. Sie sehen jeden Tag dutzende Stellenanzeigen, und die meisten davon klingen gleich. „Wir suchen dich“, „attraktives Gehalt“: Solche austauschbaren Formulierungen gehen in der Masse unter. Das gilt auch für Social-Recruiting-Anzeigen, die nur aus Standardfloskeln bestehen. Sie verschwinden zwischen den Anzeigen der Marktbegleiter.
Bei KRÜGER Consulting begleiten wir mit über 50 Experten mehr als 750 Unternehmen und kommen auf über 1.200 Einstellungen pro Jahr. Darunter sind viele schwer zu besetzende Stellen wie die des Elektrikers. Aus dieser Arbeit stammen die folgenden drei Hebel.
Die drei Hebel im Überblick
- Zielgruppe verstehen: Wen suchen Sie, und was treibt diese Menschen an?
- Zielgruppe erreichen: Zeigen Sie dauerhaft Präsenz dort, wo Elektriker wirklich sind, statt eine einzelne Anzeige zu schalten.
- Zielgruppe überzeugen: Setzen Sie auf Emotion, Haltung und sichtbare Kultur statt auf austauschbare Benefits.
Hebel 1: Wie ticken Elektriker, und was frustriert sie?
Sie brauchen absolute Klarheit darüber, wen Sie suchen. Elektriker sind pragmatische Macher. Für Marketingsprache und leere Versprechen haben sie keine Geduld. Das typische Bewerberprofil: mehrheitlich Männer, häufig Familienväter. Sie tragen Verantwortung und brauchen deshalb Planbarkeit, Sicherheit und ehrliche Kommunikation.
Viele Elektriker erleben im Arbeitsalltag dieselben Schmerzpunkte:
- unterbesetzte Teams und ständige Mehrarbeit
- Rufbereitschaften und hoher Druck
- fehlende Wertschätzung, oft nicht einmal ein Schulterklopfen
- Zettelwirtschaft und fehlende Digitalisierung
Das Grundgefühl lässt sich so zusammenfassen: Ich schufte mich kaputt, und der Chef macht Kasse. Daraus ergeben sich die Wechselmotive:
- Familienfreundlichkeit und planbare Arbeitszeiten
- Sicherheit, ein unbefristeter Vertrag ist dabei Standard
- gute Bezahlung
- ehrlicher Umgang miteinander und echte Wertschätzung
- ein Chef, der sein Wort hält
- ein angesehener Betrieb, dessen Arbeit Sinn stiftet
Halten Sie diese Erkenntnisse in einem Zielgruppenavatar fest. Er ist die Grundlage für alle weiteren Schritte, vor allem für Ihre Botschaften.
Hebel 2: Wo erreicht man Elektriker, die gar nicht aktiv suchen?
Weil Elektriker nicht auf Jobbörsen unterwegs sind, müssen Sie zu ihnen kommen. Eine einzelne Anzeige reicht dafür nicht. Sie brauchen mehrere Kontaktpunkte und eine dauerhafte Präsenz auf den Kanälen, die Elektriker privat nutzen:
- YouTube
- ergänzend auch Offline-Kanäle
Erst diese Präsenz auf vielen Kanälen bringt Bewerbungen von Fachkräften, die sonst nie aktiv gesucht hätten. Das funktioniert auch an Standorten, an denen es kaum Bewerber gibt. Mit gezielten regionalen Kampagnen lassen sich dort qualifizierte Elektriker erreichen, die auf klassische Anzeigen nie reagiert hätten.
Elektriker gewinnt man nicht mit einer Anzeige, sondern mit einer Strategie. Sie muss die Bedürfnisse der Elektriker ansprechen und sie immer wieder an Ihr Unternehmen erinnern.
Hebel 3: Wie überzeugt man einen Elektriker zum Wechsel?
Mit Benefit-Listen locken Sie Elektriker nicht. Wellpass, Obstkorb oder Firmenhandy sind austauschbar und interessieren den Familienvater kaum. Entscheidend sind Emotion, Haltung und Kultur. Sie müssen bieten, was der jetzige Arbeitgeber nicht geben kann oder nicht eingehalten hat.
Ein wirksames Mittel ist die sogenannte geistige Brandstiftung. Gemeint sind Inhalte, die die vorhandene Frustration unterschwellig ansprechen. Ein Beispiel: „Immer Rufbereitschaft? Bei uns zählt die Familie.“ Nutzen Sie dafür die Erkenntnisse aus Ihrem Zielgruppenavatar.
Diese Faktoren überzeugen Elektriker tatsächlich:
- ein familiäres Umfeld und ein Team, in dem man sich wohlfühlt
- ein Chef, der ehrlich kommuniziert und sein Wort hält
- klare Werte und ein gemeinsamer Sinn im Betrieb
- das Gefühl von Aufwind: Hier passiert etwas, hier geht es voran
In der Praxis zeigt sich das immer wieder. Viele Bewerber entscheiden sich nicht wegen des Gehalts für ein Unternehmen. Sie entscheiden sich, weil sie in Videos gesehen haben, wie das Team arbeitet, welche Mission es gibt und welche Stimmung herrscht. Bewerber sagen ausdrücklich, dass sie vor allem deshalb gewechselt haben. Die Höhe des Gehalts war nicht ausschlaggebend.
Wichtig ist dabei eine Einschränkung: Das Gehalt wird nur dann zweitrangig, wenn es sich durch den Wechsel nicht verschlechtert.
Elektriker wechseln nicht wegen des höchsten Angebots. Sie wechseln, weil sie spüren: Hier passe ich rein, und hier werde ich geschätzt.
Wer so vorgeht, gewinnt nicht nur Elektriker. Er gewinnt Mitarbeiter, die bleiben.
Häufige Fragen
Muss ich als Mittelständler mehr zahlen als Konzerne, um Elektriker zu gewinnen?
Nein. Absurde Gehälter oder Konzern-Benefits sind nicht nötig. Das Gehalt sollte sich für den Bewerber aber nicht verschlechtern. Den Ausschlag geben dann Kultur, Wertschätzung und Planbarkeit.
Warum reichen Jobbörsen bei Elektrikern nicht aus?
Die meisten Elektriker sind fest angestellt und suchen nicht aktiv. Viele sind aber wechselbereit. Sie erreichen sie nur über Kanäle, die sie privat nutzen, etwa Facebook, Instagram und YouTube.
Was ist ein Zielgruppenavatar?
Ein Zielgruppenavatar ist ein klares Bild der gesuchten Person: ihre Lebenssituation, ihre Frustrationen im Job und ihre Wechselmotive. Er dient als Grundlage für Ansprache und Inhalte.
Welche Inhalte überzeugen Elektriker am meisten?
Am meisten überzeugen authentische Einblicke in Team, Arbeitsweise, Werte und Stimmung im Betrieb, etwa per Video. Dazu kommen Botschaften, die gezielt die Frustrationen beim aktuellen Arbeitgeber aufgreifen, zum Beispiel ständige Rufbereitschaft.
Lassen Sie sich nicht mehr von den Bewerbern finden, die einen neuen Job suchen.
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